Unsere Israel-Abenteurer sind inzwischen gut zuhause angekommen. Was nehmen sie mit, nachdem sie fünf Tage lang intensiv in das Land eingetaucht sind? Hier unsere Auflistung der sieben „wichtigsten“ inoffiziellen Israel-Erkenntnisse:

1. In Israel gibt’s alles – auch Weihnachten!

Welcher der folgenden Begriffe passt nicht zu den anderen:
Sonne – Strand – Palmen – Weihnachten

Hättet Ihr jetzt etwa auf „Weihnachten“ getippt? Von wegen. Unsere deutschen Israel-Besucher wurden schnell eines Besseren belehrt.

Das idyllische Jaffa ist eine wahre Weihnachtshochburg im Nahen Osten. Okay, Glühwein bei 20 Grad plus ist vielleicht nicht so empfehlenswert, aber Tannenbaum & Co machen sich auch in der mediterranen Sonne sehr gut.

2.  Israelische Soldatinnen sehen (manchmal) aus wie Models

Soldaten robben durch den Schlamm und rennen in verschwitzten Uniformen herum? Nicht unbedingt. Viele leisten auch Wachdienst, darunter zahlreiche Frauen. Mehr als einmal begegneten unseren Reisenden junge Soldaten, die bestens gelaunt waren – und dabei noch sehr fotogen aussahen. Für einige dieser netten „Mädchen“ hätte Model-Mama Heidi Klum doch sicher ein Foto übrig, oder nicht?

Just met these beautiful girls. They're soldiers. #iltrip15 #crazyworld

Posted by Marie Nasemann on Tuesday, December 1, 2015

3. Fußball ist Diplomatie mit Ball

Bilaterale Beziehungen – da denken die meisten erst einmal an Politik oder Wirtschaft. Fakt ist aber: Auch Sport kann Menschen verschiedener Nationen zusammenbringen. Im Falle von Deutschland und Israel haben Freundschaftsspiele zwischen Fußballteams einen großen Beitrag zum Kennenlernen und zur Versöhnung geleistet. Ein deutscher Verein hat eine besonders herausragende Rolle gespielt:

Borussia Mönchengladbach hat seit 1969 enge Beziehungen zu israelischen Teams. Seit 1970 ist der Verein 27 Mal gegen israelische Mannschaften in Freundschaftsspielen angetreten. Kein Wunder also, dass die Israelstiftung Borussia Mönchengladbach 2014 für sein beispielloses sportliches Engagement um die israelisch-deutschen Beziehungen mit dem Zukunftspreis auszeichnete.

4. Fußball ist nicht gleich Fußball

Bei all der Begeisterung für deutsch-israelische Freundschaftsspiele gibt es jedoch entscheidende nationale Unterschiede, was die sportliche Herangehensweise beider Nationen angeht. Das dürften unsere Israel-Erkunder mit eigenen Augen sehen:

Diese unterschiedliche, ähm, Taktik wird übrigens auch immer wieder von Startup-Experten zitiert, wenn es um die Unterschiede zwischen israelischen und deutschen Startups geht: Während die deutschen Startup-Gründer noch planen, haben die Israelis schon längst eine Crowdfunding-Kampagne für ihr Projekt gestartet. Fairerweise muss man aber sagen, dass manche Israelis mit der „Learning by doing“-Strategie auch schon mal Eigentore erzielen…

5. Cola ist gleich Cola

Egal, ob lateinische, hebräische oder arabische Schriftzeichen: Coca-Cola bleibt tatsächlich immer Coca-Cola. Wie schön, dass es doch noch weltumspannende kulturelle Gemeinsamkeiten gibt!

6. Eigentlich mögen die Israelis alle ihre Politiker

Die Israelis ärgern sich gerne über ihre Politiker, aber was sagt das schon aus? Schauen wir uns doch lieber mal ein paar harte Fakten an, sprich: die Spitznamen der Politiker:

Vor der letzten Knessetwahl stellten die israelischen Medien dem Volk doch tatsächlich die Frage: Wollt Ihr Bibi oder Bougie? (Linguisten könnten sich jetzt fragen, ob Bibi gewonnen hat, weil er den eingängigeren Spitznamen hat…) In jedem Fall haben die Israelis definitiv ein sehr spezielles, fast schon familiäres Verhältnis zu ihren Politikern

7. Ministerpräsident Netanyahu hat eine vielversprechende Zukunft

Am letzten Tag der Reise trafen unsere 180 Deutschen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Klar haben sich alle gefragt: Wie ist dieser Politiker wirklich, über den man täglich in den Medien liest? Wahrscheinlich hat sich jeder sein ganz eigenes Bild von ihm gebildet, aber eine Erkenntnis hat uns dann doch sehr beschäftigt:

Na das ist doch mal eine interessante Perspektive für die Zeit nach Bibis Karriere! Wir erinnern uns: Ex-Präsident  Shimon Peres hatte enorme Schwierigkeiten, nach seiner politischen Laufbahn mit 91 Jahren noch einen Job zu finden.