Der zweite Tag in Jerusalem führte die Reisenden zunächst zum Gastgeber, dem israelischen Außenministerium. Hier wurden sie von dem Generaldirektor des Außenministeriums, Dore Gold, und dem deutschen Botschafter in Israel, Dr. Clemens von Goetze, begrüßt.

Ein früher Höhepunkt am Morgen war das Gespräch mit Arye Sharuz Shalicar. Arye arbeitet als Sprecher der israelischen Verteidigungsstreitkräfte, kommt aber eigentlich aus Berlin-Wedding. Mit großer Spannung lauschten unsere Gäste seiner ungewöhnlichen Lebensgeschichte. Zuletzt gab Grisha Alroi-Arloser, Geschäftsführer der  Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer, den jungen Deutschen einige wichtige Impulse zum Thema „Start-Up Nation Israel“.

Viele Reisende verließen das Außenministerium mit gemischten Gefühlen, denn sie wussten, dass der nächste Programmpunkt kein leichter sein würde: Yad Vashem, „Denkmal und Name“. So heißt Israels offizielle Holocaustgedenkstätte. Sie verbirgt sich außerhalb Jerusalems, umgeben von Kiefernwäldern.

Niemand geht leichtfertig nach Yad Vashem und niemand verlässt die Gedenkstätte, ohne zutiefst erschüttert zu sein.

Bewegt und sprachlos ließen die 180 Deutschen die Eindrücke der Denkmäler auf sich wirken. Die Halle der Namen mit den Hunderten Bildern von Juden, die im Holocaust ermordet wurden. Die dunkle Halle der Erinnerung, die von einer einzigen Gedenkkerze erleuchtet wird. Das Museum zur Geschichte des Holocaust, welches jedes fürchterliche Detail der Shoah dokumentiert.

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Auf der Busfahrt zurück nach Jerusalem begleiteten die Bilder aus Yad Vashem viele der Teilnehmer.

Und auch beim Besuch in der Residenz des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin war die Vergangenheit ein wichtiges Thema. „Die meisten von Euch gehören der dritten Generation nach der Shoah an“, so der Präsident. „Wir alle müssen dafür sorgen, dass sich die Vergangenheit nie mehr wiederholt.“ Doch der Präsident betonte auch, wie eng das Verhältnis von Israel und Deutschland heute ist.

Nach seiner Rede mischte sich der Präsident unter die Gäste und beantwortete alle ihre Fragen, ob zu Politik oder zu seinem vegetarischen Lebensstil.

Und so ging der letzte Tag in Jerusalem zu Ende. Die Busse nach Tel Aviv standen schon bereit für unsere Reisenden.